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Weihnachten online

Es ist ein merkwürdiges Weihnachten, das auf uns zukommt – in einer verrückten Welt, die gerade von einem Virus grundlegend verändert wird. Fragen zu Gesundheit, Werten, nach Leben und Sterben werden immer wichtiger, auch das kritische Hinterfragen der Mainstream-Informationen. Wir können und sollten noch tiefer fragen: Was ist wirklich wirklich wichtig?

Der zweite Lockdown schränkt uns, kurz vor Weihnachten, deutlich ein. Söder begründet eindrucksvoll seine Maßnahmen: „In Deutschland stirbt alle 4 Minuten ein Mensch mit (Anmerkung: nicht am !) dem Coronavirus.“ Diese Menschen sind im Durchschnitt 82 Jahre alt und haben fast alle schwere Vorerkrankungen. Was mich mehr bewegt:  Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger (lt. Unicef), ein Kind, das noch das ganze Leben vor sich hat. Verhungern ist ein sehr qualvoller Tod. Sollten wir langsam erkennen, dass wir eine Menschheit sind und endlich eine globale Verantwortung übernehmen?

Ist Abstand und Isolation, gerade auch für Kinder wirklich der einzig richtige Weg gegen Covid? Wir wissen schon lange, dass viele soziale Kontakte das Immunsystem stärken. Sheldon Cohen (Carnegie Mellon University, Pittsburgh) untersucht seit mehr als 30 Jahren in Experimenten, warum manche Menschen an Erkältungsviren erkranken und andere, unter den gleichen medizinischen Bedingungen, keine Symptome entwickeln. Neben ausreichendem Schlaf, Sport und Alkoholabstinenz spielt die Anzahl der sozialen Rollen die entscheidende Rolle. Wer nur wenige Rollen innehatte, erkrankte rund vier Mal häufiger an Erkältungsbeschwerden als Menschen mit sechs oder mehr sozialen Rollen. Die Anzahl der Kontakte, die Berührung und Begegnung und das damit verbundene Erleben, ich werde geliebt und gebraucht, stärkt wohl unser Immunsystem.www.spektrum.de/news/wer-den-viren-trotzt/1764012

Was macht der Lockdown mit unseren Kindern?
Der bekannte Neurobiologe Gerald Hüther sagt dazu Wesentliches (12 Min.)
www.youtube.com/watch?v=fBIKBgFfhBg

Die Ängste nehmen zu. Angst ist jedoch ein unabdingbarer Begleiter auf unserem Lebensweg. Jegliches Unbekannte macht Angst, so auch die nicht absehbaren wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und seelischen Folgen der Pandemie. Der Gegenspieler zur Angst heißt Vertrauen. Medien und Politiker schüren die Angst. Es liegt am Einzelnen, dagegenzuhalten und gezielt nach Quellen von Zuversicht und Vertrauen zu suchen. In meinen „Wegweisern“ finden Sie Tipps und Hinweise, Nr. 56 April „Auf die Chancen schauen“, Nr. 57 August „Orientierung“.  asslaender.de/wegweiser

Die tiefste Quelle für Vertrauen ist schon immer die Religion. Weihnachten ist eine Einladung, einmal nachzuspüren, was glaube ich eigentlich? Glaube ich den Angstmachern oder kann ich mich mit besseren, tieferen Quellen verbinden? Die christliche Weihnachtsbotschaft lautet, „der Heiland ist geboren“ und die Engel sagen zu den Hirten „Fürchtet euch nicht“.

In vielfältigster Form werden wir seit frühester Kindheit mit dem Thema Weihnachten konfrontiert. Auch wenn es für viele vorrangig zu einem Familienfest und auf den Konsumrausch reduziert wurde, die alten Symbole, das Kind in der Krippe, Christbaum, Engel, die alten Weihnachtslieder sind auch in Kaufhäusern und auf Weihnachtsmärkten allgegenwärtig. Was bedeuten sie? Und was bedeuten sie für mich?

Ein Kind ist der Erlöser, der Retter. Als obdachloser Wanderprediger spricht dieser Jesus vom Reich Gottes und heilt Kranke und Besessene. Am Ende, gerade mal 35 Jahre alt, sagt er zu seinem Vater (im Himmel), „dein Wille geschehe, nicht der meine“ und wird dann qualvoll getötet. Die klare Botschaft an Lebende und Sterbende, nehmt nicht nur das Leben, sondern auch das Sterben an. Es unterliegt sowieso nicht euerem Wollen, sondern dem Willen eines anderen.

Im Laufe von 2000 Jahren wird die Lehre dieses Jesus in der Bibel weltweit verbreitet. Die Bibel wird zum meistverkauften Buch auf dieser Erde. Unser westlicher Kulturkreis basiert auf seiner Lehre und seinen Werten. Das Leben von Jesus ist die meist erforschte Biographie auf dieser Erde. Was war und ist die Faszination dieses Mannes? Er beweist durch sein Leben, dass Worte und Liebe viel mächtiger als alle Waffen und Reichtümer sind. Er erklärt, wonach wir streben sollen: Bemüht euch zuerst um das Reich Gottes… Und nur um dieses „Reich Gottes“ dreht sich seine Lehre. Es ist ein innerer Weg, weg von äußeren Verlockungen hin zu uns selbst, zu unserem innersten Kern.

Der Virus wird die Welt, die Gesellschaft und die Wirtschaft grundlegend verändern, wie das frühere Epidemien auch gemacht haben. Auch wenn viele schnell wieder in die alte Ordnung zurückwollen, ihre vertraute Komfortzone suchen, wird das nicht gelingen. Der natürlichen Angst vor Veränderungen können wir geistige Kräfte entgegensetzen, wie Hoffnung, Glaube, Vertrauen.

Mein großes Vertrauen: Mich faszinieren junge Menschen (Greta Thunberg u.a.), die unerschrocken die wirklichen Probleme benennen und dem Konsumdenken den Rücken kehren, oder mittelständische Unternehmer, die konsequent ethisch ihren Betrieb führen und gerade dadurch ungewöhnliche Erfolge haben. Firmen, die vorrangig am Gewinnstreben und am autoritären Führen festhalten, finden immer weniger die Fachleute, die sie bräuchten, denn diese gehen dahin, wo es menschlich zugeht. Das erlebe ich bei meinen Kunden in allen Facetten,

Ein Beispiel: Die Biobäckerei „Biokaiser“ macht gute Gewinne, die zum geringsten Teil in die Taschen der Eigentümer fließen. Der größte Teil wird verteilt als Bonus an die Mitarbeiter, als Nachzahlung an die Biobauern, die das Getreide liefern, als Unterstützung von Umweltprojekten, dieses Jahr als Spende an Künstler. Während die Konkurrenz händeringend nach Fachkräften und Azubis sucht, ist Biokaiser gut aufgestellt.

Der Gründer und Inhaber Schmidt-Sköries hat sein Ziel erreicht, er beweist mit seinem Unternehmen, dass Ethik ein Erfolgsfaktor ist. Seine Philosophie finden Sie in diesem Interview (4 Min.) Volker Schmidt-Sköries über „Der Bäcker und sein Brot“ – YouTubeoder in seinem Buch “Der Bäcker und sein Brot”, Droemer Verlag, 260 Seiten zum Preis von 19,90 € ISBN 978-3–426-27791-1.

Viele wollen weiter machen wie bisher. Corona ist jedoch eine Chance, nachzudenken über unseren Lebensstil, über das, was wirklich wichtig ist. Brauchen wir Fernreisen, SUV`s, Berge von Kleidung, und das, was täglich im Müll landet? Was macht uns wirklich glücklich?

Der Anfang ist ein tägliches, noch besser, ein ständiges und inständiges Danke für alles, die Dusche, das Marmeladebrot, meine Beine, die mich tragen, eine endlose Liste und damit ein endloses Danke, Danke, … Dann sollten wir die Frage stellen, was ist wirklich wichtig. Wenn wir uns darauf beschränken, folgt die Freude auf den Fuß. Liebe, Freude und Zeit füreinander sind das wirklich Wertvolle.

Probieren Sie es aus. Weniger ist wirklich mehr!

Ein frohes Fest und ein gesundes und erfülltes Neues Jahr wünscht Ihnen von ganzem Herzen
Ihr Friedrich Assländer


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