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Wie entfernt man Dunkelheit

Im Winter, früh, wenn ich in mein dunkles Wohnzimmer kam, habe ich zuerst die Dunkelheit entfernt. Ich habe sie manchmal in Säcken vor die Türe getragen oder sie mit einer Schaufel in Eimer gefüllt. Manchmal hat es auch genügt, dass ich die Terassentür geöffnet habe und sie ist allein entwichen. Dann war Platz für Licht da. Machen Sie das auch so?   Vermutlich öfter als Sie denken.

Sie schauen auf das, was nicht funktioniert, wollen Fehler beheben, hadern mit dem was schiefgelaufen ist. Ihrer Meinung nach! Sie kritisieren die Fehler bei anderen oder ärgern sich über sich selbst. Sie beschäftigen sich mit der Dunkelheit, wollen diese weg haben. Was bringt das? Wir haben das in der Kindheit und in der Das gilt auch für Mitarbeiter. Wenn Sie sich darauf konzentrieren, deren Stärken zu entdecken, wenn Sie immer wieder das Positive herausstreichen, entwickeln sich diese schneller. Das gilt auch für jeden Einzelnen, wir entwickeln uns schneller und haben mehr Lebensfreude, wenn wir lernen, immer wieder auf das Positive in unserem Leben zu schauen.

Das gilt auch für Mitarbeiter. Wenn Sie sich darauf konzentrieren, deren Stärken zu entdecken, wenn Sie immer wieder das Positive herausstreichen, entwickeln sich diese schneller. Das gilt auch für jeden Einzelnen, wir entwickeln uns schneller und haben mehr Lebensfreude, wenn wir lernen, immer wieder auf das Positive in unserem Leben zu schauen.

Schauen Sie auf das Gute, Schöne, Gelungene und freuen Sie sich darüber. Sie können das üben. Wenn Sie im Dunkeln einfach Licht machen und es funktioniert, können Sie sich freuen, z.B. nachts die Nachtischlampe oder das Licht im Bad. Üben Sie diese vielen kleinen Freuden im Alltag, sich einfach immer wieder freuen über das, was funktioniert.

Wenn etwas zu korrigieren oder zu verändern ist, machen Sie einfach das Licht an. Die Frage lautet: Was ist jetzt zu tun, damit es gut wird? Freuen sich über diese Lernchance, aber auch auf die Lernchance, in Frieden mit dem zu leben, was wir nicht verändern können.



Praxis-Tipp

Beginnen Sie Besprechungen mit Erfolgsberichten. Sie können zuerst fragen: Was gibt es Gutes zu berichten?
In Kleingruppen kann man drei Fragen stellen:

  • Wofür will ich dir danken?
  • Was schätze ich an dir?
  • Was sind deine besonderen Begabungen?

Wenn etwas misslingt, sagen Sie einfach zu sich: Wer weiß, wozu das noch gut sein wird? Oder: Wer weiß, was mir dadurch alles erspart bleibt?


Wenn die Dunkelheit sehr hartnäckig ist, der Ärger nicht weichen will, dann praktizieren Sie die 3 Stufen des bewussten Atmens aus dem Buddhismus.

  1. Ich atme ein und ich weiß, dass ich einatme.
         Ich atme aus und ich weiß, dass ich ausatme.
  2. Ich beobachte mein Einatmen von Anfang bis Ende.
         Ich beobachte mein Ausatmen von Anfang bis Ende.
  3. Mit dem Einatmen nehme ich meinen Körper wahr.
         Mit dem Ausatmen erlaube ich meinem Körper sich vollkommen zu entspannen.

Machen Sie das mehrere Minuten und beobachten Sie Ihre Stimmung und Befindlichkeit vor und nach dieser Übung.


Für Sie aufgelesen

Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ertragen, die ich nicht verändern kann.
Gib mir den Mut, die Dinge zu verändern, die ich verändern kann
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.


(wird u.a. Franz von Assisi zugeschrieben)

Für Sie gelesen

Gunthard Weber, Claude Rosselet (Hrsg.)  Organisationsaufstellungen

Das Buch gibt auf über 300 Seiten einen guten Überblick über den derzeitigen Stand der Technik der Systemaufstellungen im beruflichen Kontext. Diese Technik verbreitet sich zunehmend in Wirtschaft und Wissenschaft (u.a. Uni Wien, Bremen). Es zeigt Beispiele, Anwendungsfelder und beginnt mit einer anschaulichen Erklärung der Methode. Für mich sind System-Aufstellungen „Das Tool“ sowohl für Berater als auch für Führungskräfte, sowie für alle, die wissen wollen, was wirklich abläuft zwischen Menschen, Organisationen und Ideen jenseits unseres begrenzten kognitiven Denkens.

Ihr Friedrich Assländer