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Struktur der Ausbildung Systemaufstellungen

„Reden ist Silber, Aufstellen ist Gold.“

Die gesamte Seminarreihe „Gut aufgestellt“ gehört zur Ausbildung zum zertifizierten Aufsteller. Alle Ausbildungseinheiten können einzeln gebucht und in beliebiger Reihenfolge besucht werden. Für die Zertifizierung sind jedoch beide Intensivkurse und sechs Praxisseminare erforderlich. Anderweitige Aufstellungserfahrungen können anerkannt werden. Die Ausbildung setzt sich zusammen aus:

 

 

A. Voraussetzung

Für die Teilnahme an der Ausbildung sind Kenntnisse in anderen Beratungsformen, wie Coaching, Supervision, Gesprächsführungstechniken oder eine langjährige Erfahrung in Führungspositionen erforderlich. Sie setzt eine normale psychische und physische Belastbarkeit voraus. Eine ausreichende persönliche Reife und charakterliche Eignung ist Voraussetzung.

B. Intensivkurse

Die Teilnehmer setzen sich mit den Grundlagen der Aufstellungsarbeit auseinander und sammeln Erfahrung mit verschiedenen Interventionstechniken.

Seminarschwerpunkte im Intensivkurs 1 sind:

  • Auftragsklärung,
  • Wechsel der Systemebene
  • Analyse des aufgestellten „Bildes“
  • Stellungsarbeit
  • Prozessarbeit
  • Ethik und Grundhaltungen

Seminarschwerpunkte im Intensivkurs 2 sind:

  • Aufstellungen als Beziehungsklärung
  • Arbeit mit und ohne Stellvertreter
  • Bodenanker, Systembrett, Einsatz von Figuren
  • Aufstellungen als Coachingtool
  • Aufstellungen als Lehr- und Führungsmethode
  • Arbeit mit dem realen Team

C. Teilnahme an sechs Praxisseminaren

Als Trainee sammeln Sie Erfahrungen in unterschiedlichen Stellvertreterrollen und reflektieren die angewandten Techniken. Die jeweiligen Seminarthemen werden mit der Technik der Systemaufstellung bearbeitet und so zu einer neuen Art des Erfahrungslernens. Es wird dabei die ganze Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten dieser Technik sichtbar.

D. Teilnahme an einer Übungsgruppe/Intervisionsgruppe

(mindestens 4 Tage)

Die Intervisionsgruppe soll allen zertifizierten und in Ausbildung befindlichen Aufsteller*Innen eine Plattform für das Leiten von Aufstellungen bieten, die Möglichkeit geben, eigene Themen aufzustellen und auch Kunden mitzubringen.

Übungstage werden von den Trainees und von erfahrenen Aufstellern, die die Ausbildung bereits abgeschlossen haben, selbst organisiert und an verschiedenen Orten angeboten. Diese Übungsgruppen dienen auch nach Abschluss der Ausbildung dazu, weitere praktische Erfahrungen zu sammeln und eigene Anliegen aufzustellen.

E. Selbsterfahrung durch das Aufstellen der eigenen Familie

Sie können ihre eigene Familie, Gegenwarts- oder Ursprungssystem, bei einem anderen anerkannten Familienaufsteller in einem mehrtätigen Kurs aufstellen oder in dem Kurs Familien- und Lebensthemen. Es sollten dabei die Besonderheiten von Familiensystem erlebt und grundsätzliche Dynamiken von Familiensystemen erlernt werden.
Diese Erfahrung ist sinnvoll, da auch in Organisationaufstellungen immer wieder das Familiensystem der Beteiligten berührt wird.

F. Hospitanz bei einem anderen anerkannten Organisationsaufsteller

Es ist sinnvoll auch andere Arbeitsweisen kennen zu lernen. Anerkannt wird auch die Teilnahme an Aufstellerkongressen mit den dort angebotenen Workshops.

G. Supervision von zwei selbst geleiteten Aufstellungen

Für die Zertifizierung sind vier Supervisionsvormittage erforderlich und die Leitung von zwei Aufstellungen.

In der Supervision leiten fortgeschrittene Trainees selbständig Aufstellungen. Diese werden im Anschluss in der Gruppe besprochen. Darüber hinaus können bereits durchgeführte Aufstellungen nachbesprochen oder nachgestellt werden, um zu neuen Erkenntnissen zu einer Situation zu gelangen. Es können auch Supervisions-Aufstellungen genutzt werden, um die eigene Rolle und den eigenen Platz als Berater/in innerhalb eines Projektes zu prüfen.

Es ist eine intensive Übungsphase in der Ausbildung. Auch für bereits zertifizierte Aufsteller ist es eine gute Art der Weiterbildung. Die Supervision findet donnerstags vor Beginn der Praxisseminare jeweils von 09.00–13.00 Uhr statt.

Für OA-Trainees ist die Teilnahme an der Supervision im Preis der Ausbildung enthalten.

H. Protokoll von zwei selbst geleiteten Aufstellungen

Die Teilnehmer dokumentieren zwei selbst geleitete Aufstellungen. Dieses Protokoll mit den wichtigen Interventionsschritten und Skizzen der Aufstellungen wird mit mir besprochen. Eine Anleitung dazu erhalten Sie mit den Seminarunterlagen. Das Protokoll kann auch von einem beobachtenden Teilnehmer angefertigt und dann ergänzt werden mit Erläuterungen und Begründung der einzelnen Schritte. Es kann auch ein zeitnahes Erinnerungsprotokoll sein. Es kann sich um Aufstellungen mit Stellvertretern, beim Coaching oder innerhalb eines Teams handeln.

I. Selbststudium der empfohlenen Fachliteratur

Sie erhalten in den Kursen Merkblätter und eine Literaturliste mit empfohlenen Büchern.

J. Selbstverpflichtung zur Einhaltung der ethischen Regeln von infosyon

Auf der Internetseite von infosyon e.V. (Internationales Forum für Systemaufstellungen in Organisationen und Arbeitskontexten) www.infosyon.com finden Sie lesenswerte Prinzipien und Erläuterungen der Aufstellungsarbeit. Unter „Qualitätsstandards“ finden Sie auch den Verhaltenskodex, der für unsere Arbeit verbindlich ist. In den Kursen erhalten Sie diesen als Sonderdruck.

Bitte beachten sie:

Sie können auch Anliegen in den Kursen aufstellen, soweit diese einen Bezug zum Seminarthema haben und ausreichend Zeit vorhanden ist. Wichtige Aufstellungswünsche bitte ich vor dem Kurs mit mir abzusprechen. Für die Vielfalt der Fragen, die mit Aufstellungen bearbeitet werden können, und für überraschende Lösungswege ist ausreichend Raum. Ein Rechtsanspruch auf eine eigene Aufstellung in jedem Kurs besteht jedoch nicht.

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